Hawaii 🌺 – Spartan Race Ultra 2019 ⛰🏃🏻‍♂️☀️

Ein Tag bis zum Race 🏃🏻‍♂️😎

Nach fast einer Woche auf Hawaii war es jetzt fast soweit, nur noch ein Tag bis zu unserem großen Rennen 😍

Heute, am Freitag hatten wir uns für das „Open House“ angemeldet ohne wirklich zu wissen was uns da erwarten würde, da das Gelände bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht betreten werden durfte.

Voller Vorfreude ging es dann endlich auf das Spartangelände der Koaloa Ranch wo uns eine einmalige Kulisse erwartete 🤩

Hier, wo normalerweise Hollywoodblockbuster gedreht werden, war jetzt unser Spielfeld.

Dort angekommen, holten wir uns erstmal unsere Startunterlagen. 

Anders als sonst war das schon ziemlich aufregend, denn man bekommt nicht nur das Band und den Chip so wie sonst, sondern auch noch das „ULTRA Hemd“ dazu. 

Schon ein tolles Gefühl das in der Hand zu halten 😎

Aber was hatte es eigentlich mit dem „Open House“ auf sich?

Ganz einfach! Wir bekamen ein extra Band für den Tag und konnten damit schon einmal die Hindernisse im Zielbereich testen, was schon ziemlich cool ist 👌🏻

Also machten wir eine kleine Testrunde über das Multirig, den Olympus, das Cargonetz und schlussendlich den Herkules Hoist. 

Vor allem die Möglichkeit, das Multirig zu testen hat uns ziemlich viel gebracht, da das ja immer wieder anders aufgebaut und somit auch unterschiedlich schwer zu bewältigen ist.

Nachdem wir dort ein bisschen rumgehangelt sind, haben wir uns noch das schöne Gelände angeschaut und einige Fotos gemacht.

Am Abend ging es dann wieder in Richtung Norden, wo wir uns dieses Mal ein sehr schönes AirBnB genommen hatten um uns vor dem Rennen bestmöglich erholen zu können.

Den Abend haben wir mit einem schönen Abendessen – natürlich viel Pasta – ruhig ausklingen lassen und sind dann auch ziemlich zeitnah schlafen gegangen.


It’s Raceday 🏃🏻‍♂️☀️😎

Nach einer wirklich erholsamen Nacht in diesem tollen Airbnb war es dann endlich soweit!

Den Wecker hatten wir auf 4:00 Uhr gestellt. 

Und auch wenn es megafrüh war, hat mich die Aufregung sehr schnell aus dem Bett geholt. Jetzt hieß es nur noch Sachen packen und eine Kleinigkeit frühstücken.

So richtig viel Hunger hatte ich nicht, also aß ich während der Fahrt zum Race nur ein paar Riegel zu meinem Kaffee. 🚙☕️

Im Stockdunkeln sind wir dann eine halbe Stunde später an der Kualoa Ranch angekommen und wurden auch gleich auf einen Parkplatz geschickt, der noch ein Stück vom Racegelände entfernt war. 🌙

Wir hatten noch eine knappe Stunde Zeit und überlegten deshalb ob es sich lohnt auf den Shuttlebus zu warten oder gleich zu Fuß zu gehen. Also fragten wir einen Volunteer ob man da hinlaufen könne und wie weit das wäre.

Der sagte uns, das es nicht besonders weit weg ist und man da gut hinlaufen kann… 🤔

…naja am Ende haben wir für die 2,5 km durch die Dunkelheit fast eine halbe Stunde gebraucht. Also vielleicht doch nicht die beste Idee 😅

Um 6:00Uhr sind wir dann endlich angekommen. Noch eine halbe Stunde bis zum Start und gerade noch genug Zeit um unsere Sachen abzugeben, unsere Ausrüstung zu kontrollieren und uns warm zu machen.

6:45Uhr, also ein paar Minuten später als geplant fiel dann endlich der Startschuss zu unserem ersten ULTRA! 🏃🏻‍♂️🏃🏼‍♂️💨

Die Stimmung war gigantisch! Ein großes Feld aus Ultraläufern bewegte sich schnell den ersten Anstieg hinauf. Die ersten Sonnenstrahlen hüllten das Gelände in ein tolles orangefarbenes Licht und ließen die lilafarbenen Ultrashirts, die wir alle trugen noch einmal mehr strahlen.

In den letzten Rennen hatte ich die Läufer mit den lila Shirts immer schon bewundert!

Und jetzt war ich tatsächlich einer von ihnen und konnte mich der Herausforderung stellen – ein wirklich tolles Gefühl.

Zurück zum Rennen…

Am Anfang war es noch relativ normal. Die Temperatur war noch nicht ganz so hoch und wir mussten nur ein paar Wände, bis zur 7‘ Super Wall, und die Hurdles bezwingen. 

Dann gab es schon die erste willkommene Abkühlung durch einen Bach – mittlerweile war es schon ziemlich warm geworden… 💦

…und gleich danach die Monkey Bars.🐒

Die waren hier doch schwerer als erwartet. 

Nicht nur dass die Stangen ziemlich nass waren, da man direkt vom Bach zu dem Hindernis kam, sondern auch der sehr viel weitere Abstand als in den letzten Rennen hat mich doch sehr überrascht.

Die kleineren Läufer mussten schon fast Flying Monkeys machen um die letzen Stangen zu erreichen.

Geklappt hat es trotzdem 😁

Danach kamen erstmal eher unkritische Hindernisse unter anderem einige Carry’s und der Barbed Wire Crawl, bis es dann nach dem Stairway to Sparta zum Twister ging. 

Die Hände waren durch die ganzen Tragehindernisse schon ein wenig vorbelastet, weshalb ich schon Respekt vor diesem Hindernis hatte.

Glücklicherweise war er hier nur zweiteilig, und nicht wie sonst dreiteilig, und somit doch ganz gut zu schaffen 😀

Langsam wurde es immer wärmer und das Atmen beim Laufen fiel mir schon etwas schwerer und nachdem wir den Farmers Carry geschafft hatten, erreichten wir die letzte Trinkstation, bevor es in den Urwald ging.

Jetzt begann für mich die wohl schwerste Strecke des Rennens.🌴🔥

Bei uns wäre es ja eher angenehm beim Laufen durch einen Wald zu kommen – hier war es genau das Gegenteil!

Die Hitze und die extreme Luftfeuchtigkeit ließen meine Leistungsfähigkeit minütlich sinken. Das Atmen fiel mir extrem schwer und ich schaffte es nicht mehr meine Körpertemperatur nach unten zu regulieren. 

Es fühlte sich fast schon wie leichtes Fieber an. 🥵

Noch dazu ging es die ganze Zeit  ziemlich steil über schlammigen Boden nach oben.
Wir hatten nur eine Chance, wir mussten uns von Baumstamm zu Baumstamm nach oben hangeln. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit…

Unter diesen Bedingungen das wohl härteste, was ich bis zu dem Moment gemacht hatte. Und das war erst die erste Runde!

Zu dem Zeitpunkt kamen mir auch das erste Mal Zweifel und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich den Ultra finishen würde.

Glücklicherweise ging es dann doch irgendwann wieder bergab, was zwar nicht wirklich anspruchsloser aber dafür um einiges weniger anstrengend war.

Und als wir endlich den Urwald verlassen hatten freute ich mich schon fast über den Barbed Wire Crawl an der frischen Luft.

Die nächsten Kilometer und Hindernisse gingen dann wieder etwas besser, auch wenn mir die Hitze immer noch sehr zu schaffen machte und ich verhältnismäßig langsam voran kam.

Aber nicht nur die Hitze sondern auch die beeindruckend schöne Landschaft raubte mir des öfteren den Atem, was mir mental sehr geholfen hat das zwischenzeitliche Tief zu überwinden.

Kurz vor den Z-Walls kamen wir auch an den berühmten Dinosaurierknochen aus Jurassic Park vorbei und ließen es uns nicht nehmen ein paar Fotos zu schießen bevor es weiterging.

Jetzt war es auch nicht mehr allzu weit bis zum Zielbereich und der „Ultra Transition Area“. 

Die letzten 5 Kilometer waren dann schön mit Hindernissen vollgepackt die auch alle wunderbar geklappt hatten. So konnte ich die erste Runde fast burpeefrei abschließen. Lediglich am Memory Test musste ich – wie immer – meine 30 Burpees machen.

In der Transition Area angekommen, hatten wir eigentlich eine große Verpflegungsstation erwartet. Zu unserer Enttäuschung gab es da gar nichts.

Hier konnte man offensichtlich Sachen wie Essen und Wechselkleidung selbst hinterlegen um sich für die zweite Runde zu verpflegen. Das hatten wir leider nicht gewusst. Also machten wir das Beste daraus, aßen ein paar Riegel und ruhten uns kurz aus, bevor es ein paar Minuten später auf die zweite Runde ging.

Runde zwei… 🏃🏻‍♂️☀️

Nach der kurzen Pause, war ich wieder etwas motivierter und nahm mir ersteinmal vor zumindest den ersten Cutoff am Twister zu schaffen und dort dann zu schauen, wie wir zeitlich stehen.

Wann genau der Cutoff war und wo und wann die nächsten seien würden, wussten wir nur wage, da die Informationen vor dem Rennen nirgends zu finden waren.

Also hieß es erstmal Gas geben!🏃🏻‍♂️💨

Auf dem Weg dorthin ließen wir dieses Mal keine Gelegenheit aus uns Abkühlung zu verschaffen.
Jedes Wasserloch, jedes Rinnsal und jeden Bach nutzten wir um uns ein paar Sekunden Abkühlung zu verschaffen.

Diese Strategie machte sich ziemlich schnell bezahlt, denn nach jeder dieser kurzen Pausen konnten wir wieder die volle Leistung abrufen und es lief wieder richtig gut 😃

Leider war ich dann bei den Monkeybars doch etwas zu übermütig und etwas zu schnell unterwegs, weswegen ich dann knapp die Glocke verfehlte und wieder Burpees machen durfte 😅

Jetzt waren wir nur noch sechs Hindernisse vom Twitter entfernt, wo sich das weitere Rennen entscheiden sollte…

Dann endlich am Twitter angekommen, erfuhren wir, dass wir ziemlich genau eine Stunde vor dem Cutoff waren. Eine tolle Nachricht!😃

Das gab mir einen gehörigen Motivationsschub, meine Zweifel waren wie weggeblasen und der Ehrgeiz das Rennen zu finishen wieder geweckt!

Jetzt hieß es nur noch einmal den Urwald überstehen, der mich auch diesmal wieder an meine Grenzen brachte. Nur diesmal bin ich nicht in dieses mentale Loch gefallen, wahrscheinlich auch weil ich genau wusste wie lang der Weg nach oben sein würde.

Runter hat es dann schon wieder richtig Spaß gemacht auf dem rutschigen, schlammigen Boden, fast wie ein Skifahrer von Baum zu Baum zu gleiten. 😄⛷

Wir mussten auch kaum bremsen und das obwohl mittlerweile natürlich auch die anderen Läufer der kürzeren Distanzen auf der Strecke waren.
Sobald wir mit unseren lilanen Ultrashirts um die Ecke bogen riefen sie nur:
„Get out of the way an Ultra is coming.“
und jedes Mal gab es noch ein „God Job“ mit auf den Weg.

Das war schon ein besonderes Gefühl und hat uns natürlich noch einmal mehr motiviert Gas zu geben 😊

„Thank you very much Guys! That’s Spartan Spirit!“ 💪🏻

Natürlich wurden die nächsten Kilometer nicht einfacher aber wir setzten uns kleinere Ziele. So klatschten wir immer, wenn wir wieder eine runde Kilometermarke erreicht hatten ab.
Das erste Mal bei Kilometer 35.
Unsere längste Distanz bis dahin waren die 34km beim Predator Race…
Dann wieder bei 40km und kurz darauf bei 42,195km – unser erster Marathon 😃

Ab jetzt war alles Ultra!

Auf den nächsten Kilometern schafften wir es dann auch noch einige Ultras zu überholen, wussten aber auch nicht ob wir noch im Zeitplan waren, bis wir wieder zu den Dinosaurierknochen kamen.

Dort erfuhren wir dann von einem Crewmitglied vom Sartanrace, dass wir noch Über 3 Stunden Zeit haben das Ziel zu erreichen.
Da es ab hier nur noch wenige Kilometer waren, legten wir hier noch einmal eine kleine Fotopause ein, bevor wir den Endspurt antraten 😃

Keine Frage, die letzten paar Kilometer musste ich schon öfter mal Gehpausen einlegen oder zumindest das Tempo drosseln, da die Beine schon ziemlich schlapp waren.

Die Hindernisse dagegen gingen noch ziemlich gut. Und so hangelte ich mich von Hindernis zu Hindernis in Richtung Ziel.

Die Sonne war gerade am Untergehen, als wir endlich das Ziel sahen.
Ich kann nicht in Worte fassen, was es für ein Gefühl war, nach so langer Zeit.

Jetzt hieß es nur noch die letzten Kraftreserven zu mobilisieren um am Ende nicht doch noch einmal Burpees machen zu müssen, denn dafür war ich definitiv zu kaputt. 😅
Das ging aber noch erstaunlich gut! Und selbst die Kombination aus Multirig und anschließendem Olympus konnte ich noch gut meistern 💪🏻😎 und so waren es auf der zweiten Runde auch nur 30 Burpees!

Dann war er endlich da, der Moment auf den wir so lange hintrainiert hatten…

Der Sprung über das Feuer und der anschließende Zieleinlauf waren unbeschreiblich. Wir hatten es tatsächlich geschafft! 🔥🔥🔥

Nicht einmal zwei Jahre nach unserem ersten Spartan Sprint, ist unser Traum wahr geworden und wir haben unseren ersten Spartan Ultra gefinished 🤩🤩🤩

…und nur 60 Burpees!

Und nicht nur das!
Sogar der Traum von Hawaii ist damit in Erfüllung gegangen 🌺😎

Der ganze Flair, die Stimmung, die Landschaft und nicht zuletzt die schönste Ultra Medaille die man bekommen kann haben diesen Tag zu einem der anstrengendsten aber auch einen der schönsten Tage, die ich bis jetzt erleben durfte gemacht 🔥😍

Wie schön ist die bitte 😍

Nach dem Zieleinlauf saßen wir noch eine gefühlte Ewigkeit nur so herum – es ging einfach nichts mehr 😅

Irgendwann sind wir dann doch los, haben uns bei Mc Donalds mit ordentlich Kalorien versorgt und sind dann ziemlich schnell schlafen gegangen, denn am nächsten Morgen sollte es ja auch schon nach Big Island gehen.

Dazu aber im nächsten Teil mehr…


Wohnen & Camping auf Oahu Hawaii

AIRBNB 🛏

Unser AirBnB auf O’ahu

Über diesen Link erhältst du 25€ Rabatt auf deine Buchung bei Airbnb und ich bis zu 23€ 😃
25€ RABATTLINK

BEACHPARKS OHAU 🏝
Hier findest du Informationen zu den Campingbedingungen, Standorten und Buchungen der verschiedenen Beachparks.
Division of State Parks

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s